BESUCHSBERICHT: COIMBRA VOR ORT
Sonntag, 18. Januar 2026
Gould Academy
Dienstag, 13. Januar 2026
Lincoln Academy
BESUCHSBERICHT: COIMBRA VOR ORT
Lincoln Academy, Maine
Mein Vor-Ort-Besuch bei der Lincoln Academy fand im Oktober 2025 statt. Eine wunderbare Zeit, um nach Maine zu reisen - die ausgedehnten Wälder zeigen sich in ihren spektakulären Herbstfarben und die Sonne kommt noch oft genug zum Vorschein, um diesem Szenario einen angemessenen Glanz zu verleihen.
Als seien damit noch nicht alle New-England-Klischees hinreichend erfüllt, liegt die Lincoln Academy auch noch in einem dieser typischen Kleinstädte mit Charme und klassisch amerikanischer Main Street. Die Region ist berühmt für ihre Austern und die Restaurants, in denen man die so frisch wie sonst nirgends essen kann, sind nur fünf Minuten zu Fuß von der Schule entfernt.
Die Schule
Die Lincoln Academy liegt am Ortsrand. Bis in den Ortskern sind es zu Fuß etwa 5-10 Minuten bergab, die Schülerinnen und Schüler können hier in ihrer Freizeit Eis essen, einen Kaffee trinken oder einige kleine Dinge einkaufen. Die Unterrichtsgebäude liegen an der Straße; Verwaltung, Boarding-Unterkünfte und das Sportfeld liegen am Ende einer Einfahrt. Die Anlage wirkt gepflegt und insgesamt übersichtlich.
Der Besuch
Wir werden von einer Gruppe internationaler Schülerinnen und Schüler empfangen, mit denen wir in einem Gemeinschaftsraum vor dem Trakt mit den Internatszimmern ins Gespräch kommen. Ich sehe mich ein wenig um und sehe die Pläne für die Wochenendaktivitäten für das laufende Schuljahr. Wer möchte, kann jedes Wochenende etwas Neues erleben - davon zeugen auch die vielen Fotos an den Wänden. Hin und wieder kommen andere Schüler durch den Raum, alle sind rücksichtsvoll und freundlich und alle kennen sich untereinander.
Beim Rundgang sehen wir die Internatszimmer: Sie sind ausreichend geräumig, wenn auch keine Luxusherbergen und jeweils zwei Schüler teilen sich ein Zimmer. Auf jedem Gang gibt es Badezimmer, die einen sauberen und gepflegten Eindruck machen. Jeweils am Ende des Gangs wohnt ein Betreuer, in der Regel eine Lehrkraft in Doppelfunktion.
Wir sehen unter anderem die Sporthalle, das Theater, Probenräume für Musik, Klassenzimmer und den Speisesaal. Alles ist in einem guten Zustand und es lässt sich spüren, dass die Schüler hier eine gute Gemeinschaft bilden. Eines der Highlights auf dem Campus ist das Center for Applied Technology. Hier beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit Robotik, Holz- oder Metallarbeiten, Maschinenbau, Schmuckdesign oder Bootsbau.
Fazit
Die Lincoln Academy ist ein freundliches und in vielerlei Hinsicht überraschend vielseitiges Internat. Die Atmosphäre ist gut, die Umgebung ist hübsch und es dürfte nicht schwerfallen, sich schnell einzufinden und sich wohlzufühlen. Vor allem angesichts der relativ niedrigen Schulgebühren ist die Lincoln Academy eine echte Empfehlung. Tipp: Oft sind auch Plätze für nur ein Semester verfügbar!
Donnerstag, 27. November 2025
Hebron Academy
BESUCHSBERICHT: COIMBRA VOR ORT
Hebron Academy, Maine
Als der Bus in die langgezogene Einfahrt einbiegt, erscheint es ein bisschen so, als würde man bei einer Ferienanlage vorfahren. Laubbäume in den für Maine typischen Herbstfarben bilden den Rahmen für einen Blick, der auf eine ausgedehnte Grünfläche fällt. Dahinter steht das altehrwürdige Hauptgebäude mit seinem charakteristischen Look aus rotem Backstein und auf den breiten Wegen sieht man überall Schülerinnen und Schüler, die sich miteinander unterhalten. Aufs Handy guckt hier keiner.
Die Hebron Academy liegt im südlichen Teil von Maine. Portland, die größte Stadt des Bundesstaats, ist nicht weit entfernt und ungefähr ebenso weit ist es bis zur Hauptstadt Augusta. Trotzdem fühlt sich die Umgebung ländlich und vor allem sicher an und sieht auch so aus.
Die Schule
Der Vorteil der ländlichen Lage ist, dass die Hebron Academy viel Platz hat, um sich auszubreiten. Mit wachsendem Bedarf hat sich die Schule immer weiter ausgebreitet und so steht die historische Sturtevant Hall, das alte Schulhaus, heute umgeben von modernen Strukturen. Um vom Campus hinüber zu den Boardinghäusern und den Sportanlagen zu kommen, überquert man eine zweispurige Straße, die aber nicht sonderlich stark befahren ist; zudem gibt es eine Ampel. Wer vom Schulgelände aus in den nächsten kleinen Ort will, wo es Läden, Fast Food und Cafés gibt, braucht eine Mitfahrgelegenheit.
Der Rundgang
Wir Internatsberater aus aller Welt werden für den Rundgang aufgeteilt und von jeweils zwei Schülern über das Schulgelände geführt. Die Atmosphäre ist wirklich freundlich; alle grüßen sich beim Vorbeigehen und hin und wieder gibt es etwas Smalltalk mit Lehrern oder anderen Schülern. Los geht unsere Tour am Speisesaal, wo wir zuvor aus erster Hand erleben dürfen, wie die Schüler versorgt werden. Es gibt mehrere warme Speisen, Snacks, Beilagen, eine gut gefüllte Salatbar, Sandwiches, Suppe, Nachspeisen... Satt wird hier garantiert jeder und schmecken tut es auch.
Was die Klassenräume und die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume angeht, zeigt sich die Hebron Academy wie andere private Internate auch. Alles macht einen gepflegten, gut ausgestatteten Eindruck. Ähnliches gilt auch für die Boarding-Unterkünfte - es sind Gebäude mit zwei Stockwerken und langen Fluren, an denen links und rechts die Zimmer mit Zweierbelegung liegen. Am Ende eines Flurs wohnen die Hauseltern. Ich finde den Kunstbereich interessant: Hier gibt es eine große Fläche mit Arbeitsplätzen und jeder Menge Materialien und man spürt, dass man sich hier nach Herzenslust austoben kann, wenn man kreativ werden möchte.
Eine besondere Erwähnung verdienen die Sportanlagen. Sechs Tennisplätze liegen zwischen der Mensa und den Unterrichtsgebäuden, der Rest ist auf der anderen Straßenseite zu finden. Dazu gehören eine moderne Sporthalle mit Fitnessbereich und Squash-Plätzen und draußen vor der Tür erstklassige Spielfelder für Football, Hockey, Fußball, Baseball und Lacrosse. Zudem gehört, vielleicht als Glanzstück, eine sehr gut ausgestattete Eissporthalle zum Angebot.
Fazit
Die Hebron Academy ist mit 240 Schülerinnen und Schülern eine kleinere Schule, die aber vom Angebot her mit den größeren mehr als mithalten kann. Die positive, freundliche Atmosphäre fällt bei einem Besuch sofort auf. Das Internat hat eine tolle Gemeinschaft, in der fast alle Schüler auf dem Campus leben und die wirklich schöne Umgebung rundet das positive Gesamtbild ab.
Montag, 10. November 2025
Thornton Academy
BESUCHSBERICHT: COIMBRA VOR ORT
Thornton Academy, Maine
Auf der Rundreise im wunderbaren US-Bundesstaat Maine im Oktober 2025, an der ich zusammen mit Internatsberatern aus vielen anderen Ländern teilgenommen habe, war die Thornton Academy der letzte Stopp. Für die sehr netten Mitarbeiterinnen der Schule tat mir das ein wenig leid, denn zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits bei neun anderen Schulen Eindrücke gesammelt und waren entsprechend überwältigt. Zudem blieb leider nicht genug Zeit, um das geplante Besuchsprogramm vollständig durchzuziehen.
Dennoch blieb mir die Thornton Academy positiv im Gedächtnis. Während des Rundgangs hatte ich zudem die Gelegenheit, mit einem Schüler und einer Schülerin aus Deutschland zu sprechen. Beide haben mir bestätigt, dass sie sich an der Schule wohlfühlen und das alles so sei, wie sie es sich vor ihrer Abreise vorgestellt hatten.
Die Schule
Die Thornton Academy liegt in der Kleinstadt Saco, nicht weit von der Küste und auch nahe an der schönen Stadt Portland. Sie erstreckt sich über ein mittelgroßes Gelände in dieser kleinstädtischen Umgebung. Nach Unterrichtsschluss kann man viele Schülerinnen und Schüler sehen, die für eine Stopp im Café oder im Donut-Laden Richtung Stadtmitte laufen. Es gibt keine klare Abtrennung des Schulgeländes von der Nachbarschaft, doch Saco ist ein sehr ruhiger, entspannter Ort. Die Schul- und Verwaltungsgebäude sind zum großen Teil aus rotem Backstein, während die Boardinghäuser erkennbar neueren Datums und in typischer Fertigbauweise errichtet sind.
Der Rundgang
Zwischen der Bücherei, dem Speisesaal und einem Gebäude mit Klassenräumen kreuzen sich die Wege auf dem Campus der Schule. Von hier aus führen die Wege zu den verschiedenen Einrichtungen auf dem Gelände, etwa zu den zahlreichen Sportfeldern oder zu den Fitnessräumen. In einem freundlichen, hellen Neubau weist ein Plakat die Schule als besonders technologie-affin aus und folgerichtig liegt hier auch der Bereich für Unterricht in den Naturwissenschaften, Technik und Maschinenbau.
Gleich nebenan liegt die Sporthalle, deren Fitnesscenter sich als beliebter Treffpunkt erweist. Ein neues Sportzentrum wird gerade gebaut und wird nach Fertigstellung ein weiteres Zeichen für die Bedeutung des Sports an dieser Schule sein - nicht ohne Stolz erzählen unsere Gastgeber, dass die Thornton Academy von mehr als 50 Teams in verschiedenen Sportarten repräsentiert wird.
Beeindruckt war ich von den Gebäuden, in denen die Unterkünfte der Internatsschüler und -schülerinnen liegen - die Mädchen haben ein Haus und die Jungen ein anderes. Die Gebäude sind jeweils zwei Stockwerke hoch, zwei Bewohner teilen sich ein Zimmer und mehrere Zimmer teilen sich sanitäre Einrichtungen, die ebenfalls einen guten Eindruck machen. Die Gemeinschaftsräume zum Fernsehen, Spielen und Reden sind schon sehr ansprechend gestaltet und die Zimmer selbst haben eine schöne, helle Gestaltung.
Fazit
Die Thornton Academy ist mit ihren knapp 1600 Schülerinnen und Schülern deutlich größer als alle anderen privaten Internate im Nordosten der USA. Das bedeutet zwar einerseits, dass die Schule weniger familiär wirkt als viele andere. Es bedeutet aber auf der anderen Seite auch, dass sie in vielerlei Hinsicht ein größeres Angebot an die Schüler machen kann, sowohl im Hinblick auf das Lehrprogramm, als auch auf den Sport- und Freizeitbereich. Ein ebenso gutes Argument für die Thornton Academy sind die Schulgebühren, die deutlich niedriger sind als bei vielen kleineren Schulen.
Gould Academy
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