BESUCHSBERICHT: COIMBRA VOR ORT
Lincoln Academy, Maine
Mein Vor-Ort-Besuch bei der Lincoln Academy fand im Oktober 2025 statt. Eine wunderbare Zeit, um nach Maine zu reisen - die ausgedehnten Wälder zeigen sich in ihren spektakulären Herbstfarben und die Sonne kommt noch oft genug zum Vorschein, um diesem Szenario einen angemessenen Glanz zu verleihen.
Als seien damit noch nicht alle New-England-Klischees hinreichend erfüllt, liegt die Lincoln Academy auch noch in einem dieser typischen Kleinstädte mit Charme und klassisch amerikanischer Main Street. Die Region ist berühmt für ihre Austern und die Restaurants, in denen man die so frisch wie sonst nirgends essen kann, sind nur fünf Minuten zu Fuß von der Schule entfernt.
Die Schule
Die Lincoln Academy liegt am Ortsrand. Bis in den Ortskern sind es zu Fuß etwa 5-10 Minuten bergab, die Schülerinnen und Schüler können hier in ihrer Freizeit Eis essen, einen Kaffee trinken oder einige kleine Dinge einkaufen. Die Unterrichtsgebäude liegen an der Straße; Verwaltung, Boarding-Unterkünfte und das Sportfeld liegen am Ende einer Einfahrt. Die Anlage wirkt gepflegt und insgesamt übersichtlich.
Der Besuch
Wir werden von einer Gruppe internationaler Schülerinnen und Schüler empfangen, mit denen wir in einem Gemeinschaftsraum vor dem Trakt mit den Internatszimmern ins Gespräch kommen. Ich sehe mich ein wenig um und sehe die Pläne für die Wochenendaktivitäten für das laufende Schuljahr. Wer möchte, kann jedes Wochenende etwas Neues erleben - davon zeugen auch die vielen Fotos an den Wänden. Hin und wieder kommen andere Schüler durch den Raum, alle sind rücksichtsvoll und freundlich und alle kennen sich untereinander.
Beim Rundgang sehen wir die Internatszimmer: Sie sind ausreichend geräumig, wenn auch keine Luxusherbergen und jeweils zwei Schüler teilen sich ein Zimmer. Auf jedem Gang gibt es Badezimmer, die einen sauberen und gepflegten Eindruck machen. Jeweils am Ende des Gangs wohnt ein Betreuer, in der Regel eine Lehrkraft in Doppelfunktion.
Wir sehen unter anderem die Sporthalle, das Theater, Probenräume für Musik, Klassenzimmer und den Speisesaal. Alles ist in einem guten Zustand und es lässt sich spüren, dass die Schüler hier eine gute Gemeinschaft bilden. Eines der Highlights auf dem Campus ist das Center for Applied Technology. Hier beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit Robotik, Holz- oder Metallarbeiten, Maschinenbau, Schmuckdesign oder Bootsbau.
Fazit
Die Lincoln Academy ist ein freundliches und in vielerlei Hinsicht überraschend vielseitiges Internat. Die Atmosphäre ist gut, die Umgebung ist hübsch und es dürfte nicht schwerfallen, sich schnell einzufinden und sich wohlzufühlen. Vor allem angesichts der relativ niedrigen Schulgebühren ist die Lincoln Academy eine echte Empfehlung. Tipp: Oft sind auch Plätze für nur ein Semester verfügbar!



