BESUCHSBERICHT: COIMBRA VOR ORT
Fryeburg Academy, Maine
Man kennt sich in Maine. Der schöne Bundesstaat im Nordosten der USA wirkt eigentlich überall freundlich und familiär. Bei den vorigen Stationen unserer Inforeise zu den privaten Internaten in dieser Gegend wurde immer auch in lobenden Worten über die anderen Schulen gesprochen und so war selbstverständlich auch die Fryeburg Academy schon Thema, bevor unser Kleinbus auf den Parkplatz der Schule einbiegt.
Harmonisch, fast schon zurückhaltend fügt sich die Fryeburg Academy in die Umgebung der gleichnamigen Kleinstadt ein. Von der Straße aus gibt die Schule noch nicht viel von dem preis, was die Schülerinnen und Schüler auf dem Campus erwartet. Das aber, so werden wir schnell erfahren, ist eine ganze Menge.
Die Schule
Die Fryeburg Academy liegt am Rand einer moderat befahrenen Straße am Ortseingang. Links der Straße, zwischen Wohngebieten, erstreckt sich der Campus, die Unterkünfte für die Internatsschüler liegen am Rand des Geländes. Von hier aus gelangt man in zwei Minuten zur Mensa. Gegenüber liegen einige der Klassenräume und das sehr moderne Theatergebäude, in dem auch gelegentlich externe Veranstaltungen stattfinden. Dahinter kommt man über hübsche Wege zum Stadion, zu den anderen Sportfeldern und zur großen Sporthalle mit dem Fitnessstudio. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden sich noch administrative Büros und auch die Wohnhäuser einiger Mitarbeiter der Schule.
Der Besuch
Unser Rundgang beginnt diesmal in der schönen, hellen Mensa des Internats, wo wir uns als erstes von der wirklich reichhaltigen Auswahl beim Frühstück überzeugen können. Der Chefkoch der Mensa ist ein ehemaliger Schüler der Fryeburg Academy, der zuvor in Sterneküchen gearbeitet hat. Falls die Schule uns mit der Qualität der angebotenen Speisen beeindrucken wollte, ist ihr das jedenfalls gelungen.
Der Nebel löst sich langsam auf und mit der Sonne erstrahlt der herbstliche Campus in voller Schönheit, als wir in Begleitung des Schulleiters die Stationen des Rundgangs ansteuern. Das Stadion, in dem die Schulmannschaft wenige Tage nach unserem Besuch die Meisterschaft im Football feiern wird, hat einen hochwertigen Bodenbelag und eine Tribüne, auf der bei Heimspielen die Schulgemeinschaft zusammenkommt. Gleich daneben liegt die ebenso modern wirkende, große Sporthalle und man merkt, dass die Fryeburg Academy ein Ort ist, an dem viele Interessen ein Zuhause finden. Das gilt nicht nur für sportliche Interessen: In schneller Abfolge sehen wir einen hervorragend ausgestatteten Kunstraum, Ateliers für digitale Kunst, freundlich gestaltete Klassenzimmer und den Raum, in dem eines der beliebtesten Lehrangebote der Schule zu Hause ist, die Kurse am Simulator für den Pilotenschein.
Unser Rundgang endet im Performing Arts Center, zentral auf dem Campus. Herzstück des noch neuen Gebäudes ist eine mit allen technischen Finessen ausgestattete Bühne für Theater und Konzerte. Auf dieser Bühne haben sich etwa 20 internationale Schülerinnen und Schüler aus aller Welt versammelt, mit denen wir ins Gespräch kommen. Einer der beiden deutschen Jungs, mit denen ich spreche, erzählt mir von den Erfolgen des Fußballteams, zu dem er gehört. Und ich bin beeindruckt von dem Jungen aus Südkorea, der mir erzählt, dass er eigentlich nur ein Jahr nach Amerika gehen wollte. Inzwischen ist er seit drei Jahren an der Fryeburg Academy, sagt er. "Das hier ist jetzt mein Zuhause."
Fazit
Die Fryeburg Academy ist eine gute Wahl für alle, die während des Auslandsjahres viel ausprobieren und erleben möchten. Die Zahl der Wahlkurse ist gut und noch besser ist das Freizeitprogramm. Hier kann man Sportarten neu ausprobieren oder sich gezielt verbessern. Zudem bietet die kleine Stadt Fryeburg eine sichere, familiär wirkende Umgebung, liegt dabei aber nicht weit von der Großstadt Portland, die viele weitere Freizeitoptionen bietet. Die freundliche Atmosphäre ist ein Garant dafür, dass sich Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland schnell aufgenommen und heimisch fühlen können.