Sonntag, 18. Januar 2026

Gould Academy

BESUCHSBERICHT: COIMBRA VOR ORT

Gould Academy, Maine

Es ist schon spät und dunkel, als wir auf unserer Tour zu den Boarding Schools von Maine den kleinen Ort Bethel erreichen. Das ist insofern schade, als dass der Blick so nicht auf die Berge der Umgebung fallen können. Bethel, das sich selbst als "Maines schönstes Bergdorf" bezeichnet, liegt nur ein paar Fahrminuten von einem der beliebtesten Skigebiete von Neu-England entfernt - eine Tatsache, die schon bald wichtig werden sollte.

Die Gould Academy ist in gewisser Hinsicht ein Kernbestandteil dieses netten Ortes. Die Schule wurde im Jahr 1836 gegründet, das war noch einige Zeit bevor Bethel ein Ferienort wurde. In die White Mountains in der Umgebung fahren die Großstädter im Winter zum Skifahren und im Sommer zum Mountainbiken oder Wandern. 




Die Schule

Wer auf dem Weg in dieses Feriengebiet ist, kann die Gould Academy kaum verpassen. Wo die Landstraße in den Ort hineinführt, liegt auch schon das Schulgelände. Auf der einen Seite der Straße liegen Sporthalle, Speisesaal, Tennisplätze, weitere Sportfelder, die Büros der Verwaltung und die Internatsunterkünfte. Gegenüber, auf der anderen Seite, befinden sich die Gebäude mit den Unterrichtsräumen, die Bibliothek und das Auditorium. Dahinter erstreckt sich der Ort. Es gibt einen Drogeriemarkt, kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants, die die Schüler vom Campus aus zu Fuß erreichen können. 




Der Besuch

Auch hier an der Gould Academy kommen wir Internatsberater in den Genuss eines Rundgangs, der von Schülern angeführt wird. Obwohl die Schule gemessen an der Schülerzahl verhältnismäßig klein ist, zeigt sich das Schulgelände ziemlich weitläufig. Auffällig ist, dass alles sehr freundlich und sehr gepflegt wirkt. Man begegnet sich unweigerlich auf den Wegen zwischen den Gebäuden und die Atmosphäre und der Umgang miteinander wirken dabei sehr freundlich und familiär.  

Das gilt auch und besonders für die Lehrkräfte. Einer erzählt uns bereitwillig und mit Hilfe einer riesigen topographischen Landkarte, wie er mit einer Schülergruppe in den White Mountains zum Wintercamping unterwegs war - ein Erlebnis, das jeden Elftklässler an der Gould Academy erwartet. Die nächste zeigt auf einen riesigen, ovalen Tisch in einem sehr individuell gestalteten Klassenzimmer: An solchen Tischen, die Diskussion und Zusammenarbeit begünstigen, findet hier der Unterricht statt. Wieder ein anderer zeigt uns die Gerätschaften und Bauteile, die seine Schüler benutzen, um ihre eigenen Skier und Snowboards zu bauen. 

Überhaupt dreht sich viel um Outdoor-Erlebnisse. Gleich neben der Ski-Werkstatt befindet sich ein großer Raum, in dem Dutzende Mountainbikes an ihren Plätzen stehen. Die Gould Academy nutzt die wunderbare Umgebung zu jeder Jahreszeit für gemeinsame Erlebnisse. Im Winter warten morgens die Busse am Schulgelände, mit denen die Schüler erstmal zum Skifahren gebracht werden, bevor der Unterricht beginnt. Beim Besuch wird dabei vor allem eines deutlich: Die vielen Unternehmungen, die zum Schulalltag gehören, sind ein wichtiger Bestandteil des Kitts, der eine sehr eng verwachsene Schulgemeinschaft zusammenhält. 



  


Fazit

Für alle, die gern Ski fahren, ist die Gould Academy eine gute Wahl, das war mir vorher klar. Für alle, die ein vielseitiges Lehr- und Freizeitangebot in einer schönen Umgebung suchen ist sie das auch. Und sie ist es erkennbar auch für alle, die sich während des Auslandsjahrs in einer großen Gemeinschaft wiederfinden möchten. Ein Internat muss für seine ausländischen Schüler so etwas wie ein Zuhause in der Ferne sein und die Gould Academy vermittelt rundum den Eindruck, genau das zu sein. 


Gould Academy

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