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Freitag, 18. September 2026

New Hampton School

BESUCHSBERICHT: COIMBRA VOR ORT

New Hampton School, New Hampshire

So ganz sicher bin ich nicht, ob ich auf der richtigen Strecke bin, als ich laut Navi nur noch zwei Minuten von der New Hampton School entfernt bin. Ich bin umgeben von Wäldern, die sich alle Mühe geben, die gesamte Farbpalette des Herbsts zur Schau zu stellen und auf der Straße mit den langen Kurven sind nur wenige andere Autos unterwegs.  

Dann aber öffnet sich die Szenerie und vor mir liegt ein weitläufiges Schulgelände, das man schon auf den ersten Blick als wirklich schön bezeichnen muss. Das Grün der Rasenflächen, das Blau der Tennisplätze und die weißgetünchten Häuser am Rand, es passt einfach alles zusammen. Es ist Samstagmorgen, daher strahlt der Campus eine gewisse Ruhe aus, als ich ihn vom Besucherparkplatz aus in Augenschein nehme. Ein Mann in Freizeitkleidung, der seinen Hund spazieren führt, spricht mich an. Ob er mir helfen könne, wo ich denn hinwill? Ich sage, dass ich das Büro von Admissions suche und er weist mir ganz freundlich den Weg auf die andere Seite des Campus und gibt mir Tipps, wo ich am
besten parken kann. Später wird sich herausstellen, dass es sich bei dem Herren um den Leiter der Schule handelt, der auch auf dem Gelände lebt.  




Die Schule

Die Worte "ruhig", "idyllisch" und "sicher" beschreiben die Lage der New Hampton School wohl am besten. Die Gebäude der Schule bestehen zum Teil aus umfunktionierten, typischen Neuengland-Wohnhäusern. Hier sind Büros und einige Lernräume untergebracht. Ihnen gegenüber liegen die Eissporthalle, Kunsträume, Mensa und das Football-Stadion und dazwischen ist erkennbar der Ort, an dem sich die Schulgemeinschaft trifft. Hier liegen die Tennisplätze, ein kleiner Teich, das Baseball- und das Fußballfeld. Das Schulgelände liegt in einer sanften Senke und ist an zwei Seiten von Wald umgeben; an einer Seite führt die Straße vorbei und an an einer befinden sich noch einige Wohnhäuser, wo zum Teil Mitarbeiter der Schule ihr Zuhause haben. 



Der Rundgang

Im Gegensatz zu meinen vorigen Schulbesichtigungen auf dieser Reise bin ich diesmal allein unterwegs. Eine Mitarbeiterin des Admissions-Büros nimmt sich die Zeit, um mich bei herrlichem Wetter über das Gelände zu führen. Was dabei sofort auffällt: Alles ist gepflegt und sauber; fast so, als hätte sich die Schule für meinen Besuch herausgeputzt. Ich werfe einen Blick in den Speisesaal und danach in die beeindruckende Eissporthalle, wo sich gerade die Spieler des Jungen-Eishockeyteams für die Abfahrt zu einem Auswärtsspiel bei der Brewster Academy treffen. Mir fällt auf, dass die Mitarbeiterin, die mich begleitet, von wirklich jedem Schüler, der uns begegnet, den Namen kennt. Und noch etwas fällt mir auf. Dass die Amerikaner eigentlich immer freundlich sind, ist nichts Neues. Hier aber würde ich den Umgang miteinander nicht nur als freundlich, sondern als herzlich beschreiben.

Eine Szene während des Rundgangs blieb mir im Gedächtnis: Als dann doch mal ein Stück Papier über einen der Wege weht, hebt es eine Schülerin sofort auf und bringt es zum Mülleimer. Natürlich ist mein Besuch nur eine Momentaufnahme, aber ich habe den Eindruck, dass hier alle gut aufeinander und auf ihre Umgebung achten. Man fühlt sich wohl.

Ich sehe einige Klassenräume und ein Atelier für die Künstler, dazu den Bereich für Mathe und Naturwissenschaften und die ziemlich eindrucksvolle Sporthalle, in der sich einige Internatsschüler zum Basketball getroffen haben. Gleich an den Campus anschließend kommt man schließlich in eine kleine Siedlung mit Wohnhäusern. Mit den sorgsam gepflegten Pflanzen erinnert es fast ein wenig an eine Ferienhaussiedlung, aber tatsächlich sind dies die Unterkünfte der Internatsschüler. Der gute äußere Eindruck setzt sich im Inneren fort: Die Häuser verfügen über großzügige Gemeinschaftsräume und auch hier wirkt wieder alles gepflegt, einladend und ordentlich. Auf dem Weg zurück zum Haus mit den Büros der Schulleitung erzählt mir meine Begleiterin noch, dass bald die Busse kommen, die für das Wochenendprogramm der Internatsschüler genutzt werden. Es gibt an diesem Wochenende Ausflüge zum Shopping und die Gelegenheit, die Sportteams zu ihren Auswärtsspielen zu begleiten und dort kräftig zu unterstützen. 





Fazit

Es gibt sicher auch an der New Hampton School mal schlechte Tage, aber ich habe definitiv keinen davon erwischt. Die hochwertige Ausstattung der Räume und Einrichtungen, der wirklich schöne Campus, die warmherzige Atmosphäre - hier passt einfach alles zusammen. Zusammen mit den vielen Sportmöglichkeiten und der Tatsache, dass mehr als zwei Drittel der Schüler auch auf dem Campus lebt, entsteht das Bild eines Internats, das schnell zum Zuhause werden kann.  

New Hampton School

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